Mit Wissen und Stärke gegen Sucht – Präventionsarbeit der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Stiftung St. Vincenzhaus

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention der Stiftung St. Vincenzhaus setzt ein klares Zeichen: Suchtprävention beginnt lange bevor problematischer Konsum sichtbar wird. Mit einem engagierten Präventionsteam und vielfältigen Angeboten richtet sich die Präventionsarbeit an Kinder, Jugendliche, Fachkräfte und Erwachsene gleichermaßen – und verfolgt dabei ein ganzheitliches Ziel.

Suchtprävention zielt darauf ab, die Entstehung einer Suchterkrankung sowie den missbräuchlichen Konsum von Suchtmitteln frühzeitig zu verhindern. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Aufklärung über Risiken, sondern vor allem die Stärkung persönlicher Schutzfaktoren, die Fähigkeit zur Stressbewältigung, Risikokompetenz sowie Entscheidungsstärke. Ziel ist es, Menschen zu einem reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit potenziell suchtauslösenden Substanzen und Verhaltensweisen zu befähigen.

Aufgrund steigender Präventionsanfragen, insbesondere infolge der Cannabis Teillegalisierung, wächst der Bedarf an gezielter Präventionsarbeit kontinuierlich. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, hat der Landkreis Cloppenburg zum 01.01.2026 eine zusätzliche Vollzeitstelle im Bereich Prävention bewilligt. Seit dem 01.02.2026 besteht das Präventionsteam nun aus den drei Suchtpräventionsfachkräften Daniela Robbers, Heike Kläne und Lea-Sophie Funk.

Das Angebot des Präventionsteams umfasst vielfältige Maßnahmen. Damit richtet sich die Fachstelle nicht nur an Schulen und pädagogische Fachkräfte, sondern auch an Bildungsmaßnahmen, Betriebe, Jugendhilfeeinrichtungen sowie Vereine und Interessierte, die sich mit der Problematik Sucht auseinandersetzen möchten. So gelingt es, unterschiedliche Alters- und Zielgruppen zu erreichen und für die Bedeutung der Präventionsarbeit zu sensibilisieren.

Besonders sichtbar wird die Arbeit durch eine Vielzahl konkreter Präventionsprojekte, die verschiedene Altersgruppen ansprechen. Folgende Präventionsprojekte werden unter anderem durchgeführt: Für Fachkräfte aus Krippen und Kindertagesstätten wurde das Programm „StarKids“ entwickelt, das frühzeitig präventive Ansätze in die pädagogische Arbeit integriert. Mit dem „1000 Schätze“-Programm, welches die psychosoziale Gesundheit und die Lebenskompetenz von Schülerinnen und Schülern der ersten und zweiten Klasse stärkt, richtet sich die Fachstelle an Grundschulen. Bereits ab der vierten Klasse unterstützt der „Medienparcours“ einen bewussten und reflektierten Umgang mit digitalen Medien. Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 8 wird zudem das Projekt „VapeCheck“ angeboten, das sich mit dem Reiz sowie den Gefahren von E-Zigaretten auseinandersetzt. Der „KlarSicht Parcours“ richtet sich an Jugendliche der Klassen 7 und 8. Er thematisiert die Risiken von Alkohol- und Tabakkonsum und fördert die kritische Auseinandersetzung mit der Thematik. Mit dem Projekt „Der grüne Koffer“ werden Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 dazu angeregt, sich kritisch und risikobewusst mit dem Suchtmittel Cannabis auseinanderzusetzen. Für Jugendliche ab 14 Jahren steht der „abgezockt Parcours“ zur Verfügung, der sich mit den Gefahren von Glücksspielsucht beschäftigt.

Neben der Durchführung zahlreicher Präventionsprojekte bietet die Fachstelle ein breites Spektrum weiterer Präventionsmaßnahmen an. Dazu zählen Informationsvermittlung, Projektbegleitung und -durchführung, Multiplikatorenschulungen, Konzeptentwicklung sowie individuelle Beratungsangebote. Diese richten sich insbesondere an Jugendliche mit riskantem Konsumverhalten und bieten die Möglichkeit, Fragen, Unsicherheiten und erste Problemanzeichen frühzeitig und vertraulich zu besprechen. Darüber hinaus besteht das Beratungsangebot auch für Angehörige junger Menschen, insbesondere Eltern, Erziehungsberechtigte sowie Kinder und Jugendliche aus dem familiären Umfeld. Sie erhalten Unterstützung bei Fragen und Sorgen, dir durch eine Suchtbelastung im familiären Kontext auftreten können.

Mit ihrer Arbeit zeigt das Präventionsteam der Stiftung St. Vincenzhaus eindrucksvoll, dass Suchtprävention weit mehr ist als reine Aufklärung: Sie stärkt persönliche Ressourcen, Gesundheitsbewusstsein sowie die Entwicklung einer Risikokompetenz.

Interessierte Einrichtungen, Schulen, Fachkräfte und Eltern können sich für Informationen, Beratung oder die Durchführung von Präventionsangeboten direkt an das Präventionsteam wenden.

Telefon: 04471 8805905
E-Mail: suchtpraevention@suchtberatung-cloppenburg.de

Mitarbeitende von links nach rechts: Nanna Saborowski, Sebastian Muhle und Nicole Göken.